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Der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat in Deutschland die "Internationale Humanitäre Hilfsorganisation" (IHH) verboten. Gegründet wurde die Organisation Mitte der 1990er-Jahre während des Bosnien-Kriegs. Inzwischen ist der Verein weltweit aktiv, beispielsweise in Äthiopien, in Somalia, in Haiti und eben auch im Nahen Osten. IHH-Leute bauen Schulen, helfen in Flüchtlingslagern und verteilen Hilfsgüter wie Medikamente und Lebensmittel. Wir veröffentlichen an dieser Stelle die Presseerklärung des nunmehr ehemaligen IHH-Vorsitzenden Mustafa Yoldas.

Verbot der IHH durch den Bundesinnenminister de Maiziere ist schändlich und rechtswidrig

"Das Verbot der "Internationalen Humanitären Hilfsorganisation e.V." (IHH) durch den Bundesinnenminister ist schändlich und rechtswidrig", sagte der Vorsitzende der IHH e.V., Mustafa Yoldas in einer ersten Erklärung und teilte zugleich mit, dass rechtliche Schritte gegen die Verbotsverfügung unverzüglich eingeleitet werden.

Die IHH wurde heute mit der Begründung verboten, sie unterstütze die HAMAS und richte sich damit gegen den Gedanken der Völkerverständigung. Unter dem Deckmantel der humanitären Hilfe würde die IHH in Palästina ansässige "so genannte Sozialvereine, die der HAMAS zuzuordnen sind" unterstützen und somit mittelbar die HAMAS entlasten, so das BMI.

"Nicht das Verhalten der IHH ist zynisch, wie es der Bundesinnenminister herausstellt, es ist das Verbot des BMI, das alle Voraussetzungen des Zynismus erfüllt. Das Verbot ist infam und menschenverachtend, da es Hilfsorganisationen und alle Menschen anmahnt, den Opfern der völkerrechtswidrigen Unterdrückung der israelischen Regierung keine humanitäre Hilfe mehr zukommen zu lassen", sagte Yoldas. (Volltext der Presseerklärung)

Veranstaltungsbericht zur Podiumsdiskussion "Rassismus: Gesellschaftliche Strukturen, wissenschaftliche Konstrukte und politische Praxis - Ein Dialog aus unterschiedlichen Perspektiven

Vom 26. März 2010 bis 18. Juni 2010 initiierte der Verein für antirassistische und friedenspolitische Initiative das von der Magistratsabteilung 17 der Stadt Wien geförderte Projekt „Sesam öffne dich – Begegnung schafft Räume“. Neben mehreren Stadtspaziergängen, bei der WienerInnen mit und ohne Migrationshintergrund sich gemeinsam auf die Spurensuche nach der unsichtbaren und marginalisierten Geschichte dieser Stadt machten, Workshops zu Antirassismus und offenen Diskussionsabenden fand am 10. Juni 2010 im Hotel Regina eine Podiumsdiskussion zur theoretischen Rahmung des Projektes statt. Dabei ging es vor allem darum, kritische universitäre, postkoloniale Auseinandersetzungen, die oftmals in keinem Bezug zu einer antirassistischen Praxis stehen, für ein interessiertes/aktivistisches Publikum aufzubereiten. Daran anknüpfend sollten Möglichkeiten der gegenseitigen Befruchtung bzw. der Überwindung von Barrieren erarbeitet werden, die wiederum in eine politische, antirassistische Praxis einfließen könnten...(weiterlesen)

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Kommentar des Dar al Janub: Zur Erstürmung der Freedom Flotilla durch die IDF

Als eine Brigade der israelischen Armee am 31. Mai 2010 in den Morgenstunden die Mavi Marmara erstürmte und in der Folge mehr als 10 Menschen ermordete, hat die IDF diesmal jene Gewalt gegen FriedensaktivistInnen gerichtet, die seit den letzten 60 Jahren zum traurigen "Alltag" in Palästina zählt, ein palästinensischer Alltag, der im "Normalfall" ausschließlich PalästinenserInnen widerfährt. Dieser palästinensische "Alltag" begann im Zuge der Gründung des Staates Israels mit der Vertreibung von 700.000 PalästinenserInnen und den Massakern prä-militärischer zionistischer Terrororganisationen: in Deir Yassin, Qalunya, Saris, Beit Surik, Biddu..., später in Sabra und Schatila, in Jenin, in Gaza, ...

Dieser palästinensische "Alltag" fand seinen jüngsten Höhepunkt während der Bombenangriffe Israels gegen den hermetisch abgeriegelten Gazastreifen 2008/2009. Doch der Krieg gegen die Menschen in Gaza begann nicht mit der Operation "Gegossenes Blei", als das israelische Militär mit einem riesigen Arsenal an Bomben und völkerrechtswidrigen, "experimentellen" Waffen den Gazastreifen angriff, dieser Krieg wird vielmehr auf unterschiedlichsten Ebenen und seit Jahren ununterbrochen geführt. Israelische Behörden diktieren das Leben der Menschen in Gaza, bestimmen, ob und wenn, wie viel Nahrung zum Überleben ausreichen muss, wie viel Benzin, wie viel elektrischen Strom, wie viel Zement, wie viel Wasser, wie viel Medikamente den BewohnerInnen Gazas zugestanden wird.

Wenn die israelische Staatsführung argumentiert, dass... (ganzen Text lesen)

 

Protesterklärung und Aufruf der 119 Organisationen

23.Mai 2010: Der FC "Dar al Janub" nahm am Freundshaftsspiel der ägyptischen Community in der Rundhalle Kocera, Jura Soyfergasse 3, 1100 Wien teil.

Fotos der Veranstaltung "Geschichtsschreibung
von unten - Ein Kontroverse zur Frage von Oral History als Teil antikolonialer
Geschichtsschreibung am Beispiel Palästinas"


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Zentrales und immer noch bestimmendes Selbstverständnis hegemonialer Wissenschaften in Europa und den USA ist das Prinzip universeller Gültigkeit und Objektivität. Stillschweigend wird dabei vorausgesetzt, dass die eigenen Paradigmen und Standpunkte als universelle Maßstäbe unhinterfragt bleiben und dabei die eigene Situiertheit und Verwobenheit von WissenschaftreInnen in einen Macht-Wissens-Komplex unhinterfragt bleiben. Die kolonialen Wurzeln europäischer Wissenschaften werden bei einer derartigen Herangehensweise an Wissenschaft ausgeblendet. Kritische Alternativen gegen diese Wissenschaftstradition lieferten insbesondere WissenschafterInnen des Südens, FeminstInnen, VertreterInnen der postcolonial studies und GlobalhistorikerInnen (...weiterlesen »)

Sesam öffne dich - Begegnung schafft Räume

Ein Projekt des Dar al Janub.

Mit dem Projekt "Sesam öffne dich - Begegnung schafft Räume" wird eine neue Initiative ins Leben gerufen, die eine Begegnung zwischen muslimischen MigrantInnen und der Mehrheitsgesellschaft ermöglicht und insbesondere dort anknüpft, wo institutionalisierte Projekte aufgrund eines unzureichenden Zugangs zur Community nicht entfaltet werden können (weiterlesen).

 


 

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