Geschichtsschreibung
im Spannungsfeld zwischen Hegemonie und Marginalisierung
Die
Biographie Ilan Pappés - seine eigenen Erfahrungen als israelischer Historiker
sowie die Familiengeschichte seiner Eltern die während des Holocausts nach
Palästina flüchteten - beeinflussen maßgeblich seine Arbeit als
Wissenschafter. Pappé weicht im Rahmen seiner Forschung nicht der Frage
aus, seine persönliche Involvierung kritisch zu hinterfragen. Seiner Ansicht
nach können sich WissenschafterInnen nicht ihrer Verantwortung entziehen,
indem sie, sich auf ausgewählte Fakten berufend, ihre Interpretation der
Geschichte als vermeintlich "objektive" und abgesicherte Wahrheit darstellen.
WissenschafterInnen, die sich selbst als objektiv betrachten, ohne die eigenen
Standpunkte darin kritisch zu hinterfragen, würden sich ihrer moralischen
Verantwortung entbinden.
Diese Herangehensweise
an Wissenschaft ist nicht unumstritten. Pappé wird nicht zuletzt deshalb
Unwissenschaftlichkeit vorgeworfen, einer der Vorwürfe, die gegen Pappé
erhoben wurde, um diese Veranstaltung im Vorfeld zu verhindern und die Verantwortlichen
der Bezirksvorstehung Alsergrund sowie die OrganisatorInnen dieser Veranstaltungen
politisch unter Druck zu setzen.
Historiographie
entwickelt sich stets im Spannungsfeld zwischen Hegemonie und Marginalisierung,
zwischen offizieller Geschichtsschreibung, der "Geschichte von oben",
und der marginalisierten Geschichtsschreibung, der "Geschichte von unten".
Ilan Pappé, der zur Schule der "Neuen Historiker" zählt,
hat in seinem jüngsten Buch unterschiedliche Quellen herangezogen, sowohl
die kurzzeitig während des Osloer Prozesses geöffneten israelischen
Militärarchive als auch palästinensische Quellen.
Sein Vortrag am 6. Dezember 2008 im Festsaal
der Bezirksvorstehung Alsergrund in Wien, zu der die Gesellschaft für Österreichisch-Arabische
Beziehungen, Frauen in Schwarz Wien, die Jüdischen Stimmen für einen
gerechten Frieden in Nahost und der Verein für antirassistische und friedenspolitische
Initiative (Dar al Janub) geladen hatten, verdeutlichte dieses Spannungsfeld zwischen
hegemonialer und marginalisierter Geschichtsschreibung. Mittels politisch motivierter
Protestbriefen sollte Druck ausgeübt, die Veranstaltung "The Ethnic
Cleansing of Palestine - Past and Present" als unwissenschaftlich diskreditiert
und im Vorfeld verhindert werden.
Vor allem die Historiographie stellt
eine jener Wissenschaften dar, die stark von Herrschaftsverhältnissen beeinflusst
und als Geschichte der Herrschenden konstruiert und interpretiert werden. Die
Narrative der Subalternen, der Marginalisierten, bleiben zumeist von der geschichtlichen
Darstellung ausgeschlossen. Der Historiker Roger Heacock verwies in seiner Einleitung
zum Vortrag Ilan Pappés darauf, dass dieser einer jener HistorikerInnen
sei, die einen umfassenderen Blick auf die Geschichte werfen würden, indem
sie sich einer Geschichte annähern, die jenseits der "Chronologie von
Königen und Herrschenden" zu denken sei, einer Geschichte, die nicht
als etwas Abgeschlossenes interpretiert, sondern als Teil eines Prozesses gesehen
werden müsse. Heacock verwies aber auch darauf, dass Ilan Pappé nicht
zuletzt aufgrund dieses Zugangs in Israel unter massive Kritik geraten sei, die
auf eine Art und Weise ausgetragen wurde, die nicht nur Pappé, sondern
auch seine Familie in Israel gefährdet hätte.
Heacock wagte dabei einen geographischen Sprung und berichtete von einem Historiker-Kongress
in Zypern, bei dem von armenischen und türkischen HistorikerInnen der Versuch
unternommen wurde, den armenischen Genozid aufzuarbeiten. HistorikerInnen, die
am Kongress teilgenommen hätten, würden - so Heacock - im eigenen Land
verfolgt werden, da sie aufgrund der Auseinandersetzung mit den dunklen Kapiteln
der eigenen nationalen Geschichte massiv bekämpft werden würden, wie
dies auch in Israel der Fall sei.
Wissenschaftlichkeit
und objektive Wahrheit
Welches Menschenbild
manifestiert sich also in dem Versuch, einem Wissenschafter wie Ilan Pappé,
der im Rahmen seiner Forschung neben israelischen Quellen auch palästinensische
Quellen berücksichtigt, seine Wissenschaftlichkeit abzusprechen?
Ilan
Pappé verweist darauf, dass bereits durch die Art und Weise, wie Fakten
ausgewählt und ausgewertet werden, ein subjektiver Akt gesetzt wird, der
von der ethischen Herangehensweise und dem politischen Standpunkt eines Wissenschafters
beeinflusst wird. Der Anspruch objektiver Geschichtsdarstellung sei demzufolge
illusorisch. Ein Wissenschafter, der über die Geschichte eines Konfliktes
schreibt, in den er indirekt involviert ist, könne diese Tatsache nicht dadurch
verschleiern, indem er seine Interpretation und Methode als objektiv darstelle.
Genauso wenig könne man jedoch einen Konflikt analysieren, ohne seine geschichtlichen
Fakten zu kennen. HistorikerInnen, die sich jedoch nur wegen der Methode der Auswertung
und Verwendung historischer Fakten und Quellen brüsten, seien - so Pappé
in Anlehnung an den Historiker E. H. Carr - wie ArchitektInnen, die sich aufgrund
des von ihnen verwendeten Zementes selbst loben würden. In diesem Zusammenhang
verwies er auf Benny Morris, der als Vertreter der New Historians den Standpunkt
vertrete, eine objektivere Geschichte zu schreiben, weil er sie durch vermeintlich
objektivere Quellen belegen könne. Tatsächlich habe er aber zwei Versionen
des palästinensischen Flüchtlingsproblems verfasst: eine vor der Öffnung
der israelischen Militärarchive, in der er sich hauptsächlich auf Quellen
der israelischen Diplomatie bezog, und eine Interpretation nach Öffnung der
Archive. Während er in seiner ersten Version das Ausmaß der Vertreibung
noch als verurteilenswerte Einzelfälle eingeschätzt habe und die Vertreibungen
als "nicht notwendig" erachtet und verurteilt habe, drang Morris nach
der Öffnung der Militärarchive die Erkenntnis ins Bewusstsein, dass
es sich um massive und systematische Vertreibungen gehandelt habe. Damit habe
Morris seinen Standpunkt geändert und sei zu dem Schluss gekommen, dass die
Vertreibung der PalästinenserInnen nicht nur nötig gewesen, sondern
- aus Sicht Israels - "unvollendet" sei. Gerade Morris sei - so Pappé
- daher ein deutliches Beispiel dafür, dass die Auswahl so genannter "objektiver"
Fakten maßgeblich von der eigenen ethischen Haltung beeinflusst werde.
Auch
seien israelische Quellen, wie z.B. das israelische Militärarchiv, kein "Schrein
der Wahrheit" diese würden die Darstellungen von Militäroffizieren
dokumentieren, die selbst natürlich von subjektiven Eindrücken überlagert
würden. Ein wesentlicher Teil der Geschichte ließe sich daher dokumentieren,
indem man auch die Narrative der PalästinenserInnen hinzuzieht und oral history
als Methode mit einbezieht. Doch während diese im Rahmen der Aufarbeitung
der Shoah als wichtige und essentielle Quelle gewürdigt werden, stelle man
die gleiche Methode im Rahmen palästinensischer Geschichtsschreibung als
unwissenschaftliche Quelle dar, die auf "Erfindungen" seitens der vertriebenen
PalästinenserInnen basiere.
Um aber einen umfassenderen Blick auf die
Geschichte zu ermöglichen, habe Pappé in seinem letzten Buch den Versuch
unternommen, israelische Quellen mit palästinensischen Quellen zu vergleichen.
Pappé betonte jedoch, dass man noch weit davon entfernt sei einen umfassenden
Blick auf die Geschehnisse von 1948 zu haben und es würde noch zahlreicher
weiterer Forschungen bedürfen, um das Bild zu vervollständigen.
Der
Zionismus als koloniale Siedlerbewegung
Pappé
betont in seinen Ausführungen, dass er bei seiner Analyse über die ethnische
Säuberung Palästinas mit dem Beginn der zionistischen Bewegung - hier
im Zentrum Europas - beginnen müsse. Der Zionismus als politische Bewegung
sei aufgrund zweier maßgeblicher Faktoren entstanden: erstens einem Bedürfnis
nach Sicherheit, die aufgrund des fortschreitenden und immer gewalttätigere
Formen annehmenden Antisemitismus in Europa nicht mehr gegeben war, und zweitens
aufgrund eines Bedürfnisses und Strebens nach nationaler Identität,
das sich in Palästina materialisiert hätte. Dies sei allerdings vor
dem Hintergrund der europäischen Kolonialgeschichte geschehen, und so habe
Theodor Herzl den Zionismus als koloniale Siedlerbewegung erdacht. Spätestens
seit den 1970er Jahren fand eine kritische Auseinandersetzung mit der Kolonialgeschichte
Europas statt. Da Israel jedoch nie im Rahmen dieser Auseinandersetzung hinterfragt
worden sei, wäre diese in Hinblick auf Israel ausgespart und eine fruchtbare
Aufarbeitung dieser widersprüchlichen Geschichte verunmöglicht worden.
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Die ersten jüdischen EinwanderInnen seien als
Flüchtlinge nach Palästina gekommen, die von der dort lebenden einheimischen
Bevölkerung aufgenommen worden seien. Dieses Kapitel der Geschichte, also
die Gastfreundschaft auf palästinensischer Seite gegenüber den jüdischen
Flüchtlingen, würde jedoch in der offiziellen Geschichtsschreibung Israels
kaum Aufmerksamkeit erfahren. Pappé merkt dabei an, dass sich Widerstand
innerhalb Palästinas gegen den Zionismus erst zu dem Zeitpunkt formierte,
als deutlich wurde, dass ihre Gäste gekommen seien, um einen jüdischen
Staat unter Ausschluss der PalästinenserInnen zu gründen. Erst diese
spezifische Konstituierung eines jüdischen Staates, der explizit ohne eine
palästinensische Bevölkerung gedacht und durch die ethnische Säuberung
1948 auch vollzogen worden sei, habe dazu geführt, dass er, Pappé,
wie viele andere eine widersprüchliche Position gegenüber dem Zionismus
einnehmen würde.
Die Legitimierung der
ethnischen Säuberungen und deren Konsequenzen
Im Februar 1948 hätten die ersten Akte der ethnischen Säuberungen Palästinas
begonnen. Innerhalb von sieben Monaten sei durch einen systematischen Plan unter
der Führung Ben Gurions die Vertreibung einer dreiviertel Million PalästinenserInnen
vollzogen worden und die Hälfte aller palästinensischen Dörfer
und die Hälfte aller Städte zerstört worden.
Nichts in der
Welt, so Pappé, könne die Zerstörung von mehr als 500 palästinensischen
Dörfern rechtfertigen, weder die jüdische Geschichte, noch die Bibel,
nicht der Koran, nicht das Alte Testament und auch nicht das Neue Testament. Für
ein derartiges Verbrechen gäbe es keine Rechtfertigungen.
Die Tatsache,
dass die ethnische Säuberung Palästinas jedoch durch die Shoah gerechtfertigt
worden wäre, habe dazu geführt, dass Israel diese Politik bis zum heutigen
Tag fortsetzen würde. Denn wenn die Botschaft der Welt sei, dass das historische
Verbrechen der ethnischen Säuberung gerechtfertigt war, sei die logische
Konsequenz daraus, dass man dieses Verbrechen fortsetzen und sogar kultivieren
könne. Die Philosophie eines jüdischen Staates, der aus so vielen JüdInnen
und so wenig PalästinenserInnen wie möglich bestehen solle und der damit
einhergehende territoriale Besitzanspruch hätte dazu geführt, dass man
die palästinensischen Gebiete unter permanenter Kontrolle halten müsse.
Dies
wiederum habe dazu geführt, dass Israel eine der furchtbarsten Einrichtungen
des 20. Jahrhunderts kreiert hätte, etwas, das Pappé das "Mega-Gefängnis"
Palästinas nennt. Dadurch stellt Pappé einen direkten Zusammenhang
zwischen den Ereignissen von 1948 und den gegenwärtigen Entwicklungen in
den besetzten Gebieten her. Laut seiner Einschätzung seien die Entwicklung
und das Ausmaß der Besatzung, die Besiedlung des Westjordanlands, die Zerstückelung
der verbleibenden Territorien, der Bau der Mauer, die Errichtung von Checkpoints,
sowie die Maßnahmen kollektiver Strafen und Ausgangssperren nicht ohne die
Legitimierung der Ereignisse von 1948 zu verstehen.
Sie sei eine direkte Folge
der Botschaft, die Israel 1948 durch die internationale Gemeinschaft erhalten
habe, und durch die "unheilvolle Rechtfertigung der Nakba" durch die
Shoah würde auch die Fortsetzung dieser Politik gerechtfertigt werden. Der
Anspruch einer jüdischen Mehrheit würde aufrecht erhalten werden, indem
die PalästinenserInnen unter permanenter Kontrolle Israels stünden.
Diese Festschreibung der eigenen Identität in Abgrenzung zu den PalästinenserInnen
habe laut Einschätzung Pappés aber nicht zuletzt auch der israelischen
Gesellschaft selbst geschadet. Israel gefährde all seine Errungenschaften
wie z.B. die Wiederbelebung der hebräischen Sprache oder die Lebendigkeit
der Gesellschaft, indem es diese Errungenschaften direkt mit den Verbrechen, die
an den PalästinenserInnen begangen werden, in Verbindung bringen würde.
Die Konzeption eines jüdischen Staates der in Abgrenzung zur nicht jüdischen
Bevölkerung konstituiert wurde, sei für ihn, so Pappé, als Perspektive
für die israelische Gesellschaft und deren Zukunft zu hinterfragen.
Die
Aufarbeitung der Geschichte als Perspektive für eine friedliche Lösung?
Diese
Komponente der ethnischen Säuberung innerhalb der israelischen Ideologie
zu hinterfragen, sei eine wichtige Lektion, die aus der Geschichte zu ziehen sei,
so Pappé. Denn erst wenn deren ideologischer Hintergrund hinterfragt und
eingestanden werden würde, dass ein großer Teil der Realität in
Palästina von dieser Ideologie geformt und bestimmt wird, könne damit
begonnen werden neue Ansätze für eine friedliche Zukunft zu entwickeln.
Dies
könnte eine Konfliktlösung ähnlich wie im Falle Südafrikas
bedeuten, nicht aber eine Form der Aussöhnung, bei der beide Parteien gleichermaßen
zur Verantwortung gezogen würden. Seiner Ansicht nach wäre dies eine
völlig falsche Herangehensweise. So meinte Pappé in diesem Zusammenhang:
"Ich
kann mich auch nicht erinnern, dass wir den Menschen Südafrikas den Ratschlag
gegeben hätten zu einem Kompromiss mit dem Apartheidregime zu kommen und
wir den Menschen sagten: 'Das Apartheidregime hat recht, ihr habt recht und das
Einzige was ihr machen müsst ist, zu einem Kompromiss zwischen der rassistischen
Ideologie des Apartheidregimes und eurem Wunsch nicht mehr Opfer rassistischer
Diskriminierungen zu sein, zu gelangen.'
Niemand hätte eine derartige
Lösung des Konfliktes den Menschen in Südafrika vorgeschlagen. Aber
dennoch scheint es einer der häufigsten Ratschläge zu sein, wenn wir
über Israel und Palästina sprechen. Bis jetzt hat die zivilisierte Welt
den Palästinensern die Botschaft vermittelt: 'Ihr wurdet unterdrückt,
ihr wurdet besetzt, ihr wurdet ethnisch gesäubert, ihr seid in ständiger
Gefahr wieder ethnisch gesäubert zu werden, deshalb gelangt doch zu einem
Kompromiss mit den Leuten, die euch besetzen, vertreiben und kolonisieren! Vielleicht
gebt ihr euch ja zufrieden mit einer reduzierten Besatzung, einer verminderten
Vertreibung, einer harmloseren Kolonisierung, wer weiß?'
Und genau aus
dieser Perspektive sollten wir die Friedensverträge lesen. Sie basierten
auf der Idee, dass man ein Biest zufrieden stellen könne, das hungrig nach
Territorium und demographischer Kontrolle ist. Natürlich, die Lektion der
Palästinenser, die darin involviert waren, ist, dass man dadurch nicht nur
gescheitert ist die Fortsetzung der Besatzung und Kolonisierung zu stoppen, sondern
dass man dadurch die Schirmherrschaft für eine Fortsetzung all dessen aufspannt.
All dies unter der Beobachtung der internationalen Gemeinschaft, die nun dafür
keine kritischen Worte mehr findet."
Daher sei es zwingend notwendig,
so Pappé, dass bei der Annäherung an eine friedliche Lösung zwischen
Israel und Palästina eine Auseinandersetzung mit den Ereignissen von 1948
stattfinde. Hinter dieser Geschichte stünde die Ideologie, dass Menschen
aus Europa in jedes Land außerhalb Europas kommen und die einheimische Bevölkerung
im Namen welcher Ideologie auch immer vertreiben könnten.
Dies sei jedoch
der simple Kern, den die israelische Politik immer unter dem Schleier der Komplexität
zu verbergen suche, indem suggeriert würde, nur Israeli könnten diese
Komplexität verstehen und niemand von außen hätte das Recht sich
einzumischen. Er sei jedoch der Ansicht, dass es eines deutschen oder europäischen
Politikers bedürfe der die schrecklichen Verbrechen des Holocausts anerkennt
und sich dafür einsetzt, dass die Opfer dieser Verbrechen zumindest Entschädigungen
erhalten sollten, der aber zugleich betont, dass dies keine Rechtfertigung für
die an den Palästinensern begangenen Verbrechen sei. Denn diese beiden Aussagen
stünden in keinem Widerspruch zueinander, im Gegenteil sie stünden dafür
die richtigen Konsequenzen aus der Geschichte gezogen zu haben.
Der tatsächlich
komplexe Teil der Beschäftigung mit der Geschichte sei hingegen die Frage,
wie mit den Übeln der Vergangenheit umzugehen sei und wie diese wiedergutzumachen
seien, um so einen Weg in eine gemeinsame Zukunft zwischen Israelis und Palästinensern
zu finden. Zu viel Blut sei auf beiden Seiten geflossen, zu viele externe Interessen
seien in diesen Konflikt verwoben, daher sei dieses Kapitel eines der schwierigsten.
Letztlich sei dies jedoch die einzige Perspektive für eine friedliche Zukunft,
in der alle Menschen, die dieses Land bewohnen die Möglichkeit hätten,
in einem Staat zu leben, dessen EinwohnerInnen, egal welcher Religion oder ethnischen
Zugehörigkeit sie angehören, dieselben Menschenrechte und Bürgerrechte
hätten, um gemeinsam eine bessere und friedvollere Zukunft aufzubauen.
Etwa
200 Gäste besuchten den einstündigen Vortrag, dem eine eineinhalbstündige
angeregte Publikumsdiskussion folgte.
Eine übersetzte Abschrift des
vollständigen Vortrages in englischer Sprache ist in Kürze unter www.dar-al-janub.net/Pappe_Vortrag
abrufbar.
Wir danken im Namen aller beteiligten Organisationen den beiden
Referenten des Abends, der Bezirksvorsteherin Wien-Alsergrund Frau Martina Malyar
für die Zurverfügungsstellung des Festsaals, den Ehrengästen und
allen beteiligten HelferInnen.
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10 Exemplare "Die ethnische Säuberung
Palästinas" sind über den Verein für antirassistische und
friedenspolitische Initiative erhältlich. Bestellungen
online möglich