MMag. Peter Melvyn von
der "Kritische Jüdische Stimme"
(Österreich)/ (Netzwerk "European
Jews for a Just Peace in the near East")
an "Johnny Reckless" zu seiner Kritik
am Symposium "Remapping Palestine",
erschienen in der jüngsten Ausgabe der
ÖH-Zeitung "unique" unter dem
Titel "Remapping Antisemitsm"
An
Herrn Johnny Reckless!
Ihr Pseudonym entspricht völlig dem Inhalt
Ihres Schreibens in "Unique". Warum
verbergen Sie Ihre Identität? Dass alles,
was israelkritisch ist als "antisemitisch"
bezeichnet wird, ist ja bekannt. Dass Sie
daher zwischen Judentum, Antisemitismus und
Kritik an dem Staat Israel nicht zu unterscheiden
wissen - oder nicht wollen - ist nicht weiter
erstaunlich. Nur hat dies nicht mehr die gleiche
Wirkung wie noch vor einigen Jahren. Die Welt
wird sich allmählich der Untaten der
rechtsextremen Netanjahu- Lieberman-Regierung
und insbesondere ihrer Armee bewusst, wie
z.B. die UNESCO-Abstimmung zeigte. Daher werden
auch die Reaktionen derer, die Israel bedingungslos
unterstützen, immer heftiger und irrationaler.
Hätten Sie Ilan Pappes Buch gelesen,
wäre Ihnen vielleicht aufgefallen, dass
er in den "Endnotes" (engl. Ausgabe)
seine Quellen anführt wie z.B., die israelischen
Staatsarchive, die des Palmach, der zionistischen
Vereinigungen, die Tagebücher Ben Gurions
u.a. wie schon der Historiker Benny Morris
vor ihm. Auch die Archive der Vereinten Nationen
in New York bieten Einblick, z.B. zur "Nakba"
in Galilea. War die Vertreibung von rund 750.000
Palästinensern aus ihrem Land und die
Aneignung ihres gesamten Eigentums etwa keine
"ethnische Säuberung"?
Obwohl Israel keineswegs mit Nazideutschland
zu vergleichen ist, ist es leider eine Tatsache,
dass die israelische Armee sich zahllose,
oft äußerst grausame, Übergriffe
und Menschenrechtsverletzungen leistet, die
an jene der Organe Nazideutschlands erinnern,
die auch von anderen Kolonialmächten
wie Frankreich in Algerien, begangen wurden,
die, zugegeben, schlimmer waren als jene Israels.
Nur behaupteten Kolonialmächte wie Frankreich,
Großbritannien, Belgien nicht, dass
in ihren Kolonien - Algerien, Indien oder
in Belgisch-Kongo - eine "Demokratie
westlicher Prägung" herrschte. wie
es Israel tut, Welche westliche Demokratie
hält noch ein anderes Land besetzt und
unterdrückt brutal ein anderes Volk?
Warum sollte daher Ilan Pappe "objektiv"
sein?
MMag. Peter Melvyn
"Kritische Jüdische Stimme"
(Österreich)
(Netzwerk "European Jews for a Just Peace
in the near East")
Anmerkung:
Wir verzichten an dieser Stelle den von Peter
Melvyn kritisierten Artikel "Remapping
Antisemitism" von "Johnny Reckless"
aus der "unique" zu veröffentlichen,
da es uns unpassend erscheint, den oder die
anonyme/n AutorIn oder "unique"
nach den Copyrights zu fragen. "unique"
ist die Zeitung der HochschülerInnenschaft
an der Universität Wien und erscheint
laut Eigenangabe 11 Mal im Jahr. Sie kann
bei der ÖH am UniCampus eingesehen werden
und erscheint verzögert auch online.
Filmwochen
im Dar al Janub: Antifaschismus im Film 18. November 2011 bis 13.
Januar 2012, jeweils um 18:30 Uhr
Rom,
offene Stadt - Roberto Rossellini, Italien 1945
Datum: 18.11.2011, Dar al Janub
Geschildert
werden die Aktivitäten einer römischen
Widerstandsgruppe während des Zweiten Weltkrieges.
Ihre Mitglieder geraten dabei ins Visier der
Gestapo und werden wenig später gefasst,
die Verlobte eines Mitglieds dabei auf offener
Straße getötet. Der Widerstand befreit
zwei von ihnen, eine enttäuschte Liebhaberin
verrät sie jedoch erneut. Ein ranghoher
Führer der Gruppe kommt bei den anschließenden
Folterungen ums Leben, ein Priester wird hingerichtet.
Sie nannten
ihn Amigo - Heiner Carow, DDR 1959
Datum: 25.11.2011, Dar al Janub
Der Film schildert die Erlebnisse des 15jährigen
Jungen Rainer Meister, dessen Spitzname Amigo
lautet, in Berlin im Jahr 1939. Amigo findet in
einem Hinterhofkeller den aus einem Konzentrationslager
entflohenen politischen Häftling Peter Grosse.
Amigo hilft Pepp, obwohl er aufgrund der kommunistischen
Einstellung seiner Eltern und einer vorherigen
Verhaftung seines Vaters weiß, in welche
Gefahr er sich damit begibt. Sein Bruder Horst
Meister, "Hotta" und dessen Freund Axel
Sinewski, "Sine" erfahren von Pepp und
dessen Unterstützung durch Amigo, schweigen
jedoch zunächst aufgrund von dessen Drängen.
Sine erzählt jedoch später seinem Vater
von Amigos Hilfe für den flüchtigen
Häftling. Der Vater gibt dies an die entsprechenden
Behörden weiter. Amigo stellt sich, um seinen
Vater und Pepp zu retten, und wird daraufhin verhaftet
und selbst in einem Konzentrationslager eingesperrt.
Dennoch wird sein Vater von der Gestapo festgenommen
und zwei Jahre später in Plötzensee
hingerichtet.
Ein Menschenschicksal
- Sergej Bondartschuk, UDSSR 1959
Datum: 02.12.2011, Dar al Janub
Nach dem Beginn des Angriffs Deutschlands auf
die Sowjetunion muss der Zimmermann Andrej Sokolow
Abschied von seiner Familie nehmen. Er wird in
den ersten Kriegsmonaten verwundet und gerät
in Gefangenschaft. Er überlebt zwei Jahre
Konzentrationslager und kann schließlich
mit Geheimpapieren hinter die Frontlinie fliehen,
die er an die Rote Armee aushändigt. In einem
kurzen Heimaturlaub muss er feststellen, dass
seine Frau und die beiden Töchter bei einem
Bombenangriff ums Leben gekommen sind. Nur sein
Sohn, inzwischen ein junger Offizier, ist ihm
geblieben. Wieder an die Front zurückgekehrt,
erhält er am letzten Kriegstag die Nachricht,
dass sein Sohn gefallen ist. Als er nach dem Krieg
einsam und allein an einem fremden Ort arbeitet,
lernt er den kleinen Waisenjungen Wanja kennen,
dessen Mutter tot und dessen Vater gefallen ist.
Sokolow gibt sich als sein Vater aus, um dem Jungen
und sich selbst eine Perspektive zu geben.
Edelweispiraten
- Niko von Glasow, BRD 2004
Datum: 09.12.2011, Dar al Janub
Im Kölner Stadtteil Ehrenfeld lebt eine Gruppe
von Arbeiterkindern kurz vor Ende des Zweiten
Weltkriegs ihren ganz eigenen Alltag. Die selbsternannten
Edelweißpiraten träumen
von einer gerechten Welt und sehnen sich nach
der unbeschwerten Vergangenheit. Sie rebellieren
gegen das Naziregime. Einer von ihnen ist Karl,
der sich in die etwas ältere Cilly verliebt
hat. Cilly hat zwei Kinder mit Karls älterem
Bruder, der im Krieg gefallen ist. Peter, Karls
jüngerer Bruder, ist Mitglied der Hitlerjugend,
doch als der Vater der Brüder im Krieg fällt,
wendet er sich von der Gemeinschaft ab und tritt
den Edelweißpiraten bei. Sie lernen den
KZ-Häftling Hans Steinbrück kennen und
bringen ihn bei Cilly unter. Mit Hans leisten
sie verstärkt Widerstand gegen die Nazis,
indem sie Juden verstecken und Waffen organisieren.
Der unsichbare
Aufstand - Constantin Costa Gavras, Frankreich,
Italien, BRD 1972
Datum: 13.01.2012, Dar al Janub
Der Film beginnt mit der Auffindung eines verdächtigen
geparkten PKWs in einem großstädtischen
Randgebiet. Im Fond des Fahrzeugs findet die Polizei
unter der Rückbank die Leiche des gesuchten
Entwicklungshelfers Philip Michael
Santore, der eine Woche zuvor zusammen mit einem
ausländischen Diplomaten von Stadtguerillas
entführt wurde. Die Regierung ordnet ein
Staatsbegräbnis an, das im staatlichen Fernsehen
übertragen wird. Danach werden die Ereignisse,
die zur Ermordung des Mannes führten, in
Rückblenden dargestellt. Neben dem vermeintlichen
Entwicklungshelfer, der beim Kidnapping durch
einen Schuss verletzt wird, entführen die
Tupamaros einen brasilianischen Konsul sowie einen
kurz darauf wieder frei gelassenen
Sekretär der US-amerikanischen Botschaft.
Santore und der Konsul werden in ein geheimes
Versteck im Keller eines Wohnhauses gebracht.
Dort halten die maskierten Entführer sie
gefangen und vernehmen sie in den folgenden Tagen
zu ihren Tätigkeiten. In einem Ultimatum
wird die Freilassung von politischen Gefangenen
für das Leben und die Freiheit der Geiseln
gefordert.
Podiumsdiskussionen,
Workshops, Vorträge, Ausstellung, Konzert 19. bis 21. Oktober
2011
Eröffnung: 19. Oktober 2011, 18
Uhr
ReferentInnen unter anderen:
Joseph Massad - Dozent an der New
Yorker Columbia University für "Modern
Arab Politics and Intellectual History",
USA
Salman Abu Sitta - Gründer und
Präsident der Palestine Land Society,
Großbritannien
Ilan Pappé - Israelischer
Historiker, Autor und Professor an der Universität
Exeter, Großbritannien
Viktoria Waltz - ehemalige Dozentin
an der Fakultät Raumplanung der Universität
Dortmund und ehemalige Regierungsberaterin
des palästinensischen Wohnbauministeriums
in Gaza und Ramallah, Deutschland
Ali Hweidi - Journalist, Generalsekretär
der palästinensischen NGO Thabit,
Libanon
Annette Groth - deutsche Bundestagsabgeordnete
"DIE LINKE", Mitglied im Ausschuss
für Menschenrechte und humanitäre
Hilfe und im Ausschuss für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung, stellvertretendes
Mitglied im Auswärtigem Ausschuss und
im Ausschuss für die Angelegenheiten
der Europäischen Union.
Umar al-Ghubari - Aktivist der israelischen
NGO "Zochrot",
Israel
Als sich vor über
60 Jahren im Schatten der Nachkriegszeit
eine der größten Flüchtlingstragödien
der Gegenwartsgeschichte ereignete, erarbeitete
die neu gegründete UNO, nicht zuletzt
als Konsequenz aus den Verbrechen des Nationalsozialismus
und den mörderischen Folgen des 2.Weltkriegs
die Charta der Allgemeinen Erklärung
der Menschenrechte. Zur gleichen Zeit aber
wurden eben diese Rechte im ehemals britisch-kolonialen
Protektorat Palästina tausendfach ignoriert,
verletzt und gebrochen.
Seit über 60 Jahren ringen PalästinenserInnen
seither zunächst für das Selbstverständlichste:
die Anerkennung ihrer Existenz, die Anerkennung
des an ihnen begangenen Unrechts und die
Anerkennung ihrer Rechte (...weiterlesen)
Auch dieses
Jahr fand im Dar al Janub das schon traditionell
gewordene Sommerabschlussfest statt. Vor der
diesjährigen Sommerpause, in der das
Dar al Janub freitags geschlossen bleibt,
gab dieses Fest die Möglichkeit noch
einmal zusammen zu kommen, bei einem Buffet
einander kennenzulernen, Freundschaften zu
schließen, über vergangene und
zukünftige Aktivitäten und Veranstaltungen
zu sprechen oder auch sich über die Arbeit
des Vereins zu informieren.
Am Samstag,
16. Jänner 2010 fand im Albert-Schweitzer-Haus
in Wien die Diskussions- und Informationsveranstaltung
" Gaza 2010 - Berichte, Expertisen, Einschätzungen:
Ein Jahr nach den Angriffen auf Gaza" statt.
Etwa 150 bis 200 Personen besuchten den Diskussionsabend,
...(mehr»)
Fotos der Veranstaltung
"Gaza 2010 - Berichte, Einschätzungen,
Expertisen: Ein Jahr nach dem israelischen Angriff
auf den Gazastreifen"
Podiumsdiskussion
Datum: 16. Januar 2010,
17 Uhr Veranstaltungsort: Albert-Schweitzer-Haus,
Großer Saal, Schwarzspanierstraße 13,
1090 Wien
Gäste
am Podium:
Prof. Dr. Helga Baumgarten - Autorin, Politologin,
Universität Birzeit/Ramallah (Palästina)
Mag. Hadil Ghazzawi - palästinensische
Ernährungswissenschaftlerin, zur Versorgungssituation
der Menschen im Gazastreifen
Erwin Lanc - Bundesminister a.D., Ehrenpräsident
des International Institute for Peace, Wien. "Völkerrechtliche
Aspekte des israelischen Angriffs auf Gaza"
MSP Pauline McNeill - Abgeordnete des Schottischen
Parlaments, Mitglied der Delegation nach Gaza
Dr.med. Muneer Deeb - PalMed Deutschland,
Oberarzt der Klinik für Allgemein,- Viszeral-
u. Thoraxchirurgie im Klinikum Kassel, operierte
während der Angriffe in Gaza
Liveschaltungen, Interviews und Videoleitung
aus dem Gazastreifen und der Westbank - u.a.
mit Dr. Maryam Saleh - Abgeordnete zum Palästinensischen
Legislativrat
Programm:
17:00h - Eröffnung der Veranstaltung und Begrüßung
- Vortrag Hadeel Ghazzawi: "Die Ernährungssituation
im Gazastreifen"
- Vortrag und Erfahrungsbericht Dr. Muneer Deeb:
"Die Situation in den Krankenhäusern in
Gaza zur Zeit der Angriffe vor einem Jahr und heute,
nach Jahren der Blockade"
19:45h
- Vorträge, Liveschaltungen, Podiumsdiskussion
u.a. mit Erwin Lanc, Helga Baumgarten, Liveschaltungen,
Interviews und Videobotschaften aus dem Gazastreifen
und dem Westjordanland (u.a. mit Maryam Saleh
Abgeordnete zum Palästinensischen Legislativrat)
21:30h - Buffet mit arabischen und palästinensischen
Speisen
Veranstalter:
Dar al Janub - Verein für antirassistische
und friedenspolitische Initiative
Koordinationsforum zur Unterstützung Palästinas
in Kooperation mit der Gesellschaft
für Österreichisch-Arabische Beziehungen