-------- Original-Nachricht --------
Datum: Mon, 7 Jun 2010 13:40:23 +0200
Von: "Thomas Schmidinger" <thomas.schmidinger@univie.ac.at>
An: PhD_Politikwissenschaft@yahoogroups.de
Betreff: Re: [PhD_Powi] podiumsdiskussion: rassismus: gesellschaftliche strukturen, wissenschaftliche konstrukte und politische praxis

Ich kann diese Einschätzung nur bestätigen und habe mich auch schon
gewundert, warum sich Araba Evelyn Johnston-Arthur dafür hergibt. Bei
besagtem Angriff war ich 2003 auf der Kundgebung dabei und habe geholfen
ihn physisch abzuwehren. Es war gespenstisch 55 nach der Pogromnacht einen
solchen Überfall auf eine Kundgebung von AntifaschistInnen, Jüdinnen und
Juden miterleben zu müssen. Neben den Leuten der Sedunia sind bei Dar
al-Janub v.a. auch Leute aus der PFLP und der AIK aktiv. Es darf dort also
eher Propaganda als Wissenschaft erwartet werden.

mlg
Schmidi

On Mo, 7.06.2010, 10:33, Matthias Falter wrote:
> Informationen zu den VeranstalterInnen finden sich unter:
> http://no-racism.net/article/2523/
>
> Auszug:
> "Dar al Janub gilt als Tarn- und Nachfolgeorganisation von Sedunia, einer
> islamistischen Splittergruppe mit guten Kontakten zum internationalem
> Islamismus. Die sich selbst als "links" deklarierende Organisation Sedunia
> setzte sich aus muslimischen AktivistInnen des Nahen Ostens und
> österreichischen KonvertitInnen zum Islam zusammen. In die breite
> Öffentlichkeit geriet Sedunia am 9.November 2003, als eine
> Gedenkkundgebung in der Zirkusgasse/ Ecke Schmelzgasse anlässlich des
> Novemberpogroms von propalästinensischen AktivistInnen angegriffen wurde."
>
> grüße,
> matthias

-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Mon, 7 Jun 2010 10:16:27 +0200
> An: phd liste <PhD_Politikwissenschaft@yahoogroups.de>, female liste linz <FEMALE-L@jku.at>
>podiumsdiskussion: rassismus: gesellschaftliche strukturen, wissenschaftliche konstrukte und politische praxis

>
> Rassismus: Gesellschaftliche Strukturen, wissenschaftliche Konstrukte
> und politische Praxis - Ein Dialog aus unterschiedlichen Perspektiven
>
> Podiumsdiskussion mit:
>
> - Araba Evelyn Johnston-Arthur - Kultur- und
> Gesellschaftskritikerin zwischen Theorie und Praxis. Lehrbeauftragte am
> Institut für Afrikanistik und Germanistik Universität Wien.
> - Gabriele Dietze - Kulturwissenschafterin und Amerikanistin, Institut
> für Anglistik und Amerikanistik Humboldt Universität zu Berlin
> - Hossam Shaker - Journalist, Autor zahlreicher Bücher in arabischer
> und englischer Sprache zu den Thema Migration und Partizipation von
> MigrantInnen in Europa
>
> Wann: Donnerstag, 10. Juni 2010, 19 Uhr, Hotel Regina, Rooseveltplatz
> 15, 1090 Wien
>
> In welchem Verhältnis stehen wissenschaftliche und mediale
> Auseinandersetzungen über Menschen- und Asylrechte, Migration und
> Kolonialismus zu einer antirassistischen politischen Praxis? Über wen
> und für wen wird in solchen Diskussionen gesprochen? Wer ermächtigt
> sich über wen? Und wer kommt gar nicht zu Wort?
>
> Ziel der Diskussion ist es, einen Perspektivwechsel im Rahmen
> sogenannter Integrationsdebatten zu vollziehen. Diese widmen sich
> zumeist - mehr oder weniger direkt - der Frage, inwiefern sich
> MigrantInnen ("die Anderen") als integrationswürdig erweisen, ob sie
> bereits "gut integriert" sind, noch nicht "so weit" sind, oder aber
> nicht "integrationswillig" sind.
>
> Die theoretische Rahmung des Projektes "Sesam öffne dich - Begegnung
> schafft Räume" soll dazu genützt werden, um in der eigenen
> Auseinandersetzung und durch die Perspektiven der ReferentInnen hinter
> diese Endlosspirale der Rechtfertigungen und Vorhaltungen einen Punkt
> zu setzen und unseren Blick auf die sogenannte "Aufnahmegesellschaft",
> auf das "Eigene" zurück zu lenken.
> In Anlehnung vor allem an postkoloniale Theorien von FeministInnen aus
> dem Süden, möchten wir deshalb die Suche nach "richtigen" oder
> "falschen" "Wahrheiten" über "die Anderen" oder "uns selbst" hinter uns
> lassen.
>
> Spannend dabei ist es, gerade dort hinzusehen, wo sich absolute
> "Wahrheiten" präsentieren und sich in verschiedenen Formen oftmals
> unhinterfragt auf allgemeiner oder institutionalisierter Ebene zu
> verankern suchen. Thematisiert werden sollen dabei vor allem jene
> subtilen Formen des Rassismus, die sich als "aufgeklärt" und akademisch
> präsentieren
>
> Zu den ReferentInnen:
>
> Araba Evelyn Johnston-Arthur, Mitbegründerin und Aktivistin der
> sozialpolitischen Selbstorganisation PAMOJA, Bewegung der jungen
> afrikanischen Diaspora in Österreich. Antirassistische
> Öffentlichkeitsarbeit, Vortrags -und Trainingstätigkeit, Beiträge in
> Publikationen und Zeitschriften zur Schwarzen österreichischen
> Geschichte, genderspezifischen Konstruktion von Schwärze, zu
> institutionellem Rassismus und Antirassismus.
> Gabriele Dietze
>
> Gabriele Diezte, Kulturwissenschafterin und Amerikanistin an der
> Humboldt Universität zu Berlin. Aktuelle Publikationen:
> Intersektionalität und Hegemonie(selbst)kritik, in: Wolfgang Gippert
> (Hg.) 2008: Transkulturalität: Gender und bildungshistorische
> Perspektiven, Bielefeld: Transcript; Okzidentale Bilderpolitik.
> Neo-Orientalismus und Migration in der Visuellen Kultur, in Margret
> Lünenborg (Hg.) 2009 Politik auf dem Boulevard. Die Neuordnung der
> Geschlechter in der Politik der Mediengesellschaft. Bielefeld,
> Transcript.
>
> Hossam Shaker, Journalist, Autor zahlreicher Bücher in arabischer und
> englischer Sprache zu den Thema Migration und Partizipation von
> MigrantInnen in Europa
>
> -----
>
> Eine Diskussionsveranstaltung des Vereins 'Dar al Janub' im Rahmen des
> Projekts "Sesam öffne dich - Begegnung schafft Räume" gefördert von der
> MA 17 - Integrations- und Diversitätsangelegenheiten der Stadt Wien
>

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