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Der workshop gliederte
sich in folgende zwei Bereiche:
· Teil 1: Dekonstruktion medialer
Diskurse über MuslimInnen - Analyse
medialer Darstellungen
Im ersten Teil des workshops wurde ein
gemeinsamer theoretischer Rahmen erarbeitet,
in dem es darum ging, in den Medien
aufgeworfene Begriffe und Darstellungen
zu kontextualisieren, um dadurch auch
auf theoretischer Ebene eine Annäherung
an das, im workshop behandelte Thema,
zu erreichen. In Form von Kleingruppen
wurden Fernsehinterviews mit JournalistInnen
und MigrantInnen diskutiert, um dann
im großen Plenum ein begriffliches
Inventar zu entwickeln. Dabei ging es
vor allem darum, in der Gruppe Ansätze
zu erarbeiten, wie man Rassismen in
öffentlichen Diskursen zu erkennen,
benennen und damit auch zu dekonstruieren
vermag. Dazu war es vor allem nötig,
sich subtileren Formen eines Kulturrassismus
zu widmen, der sich oftmals als aufgeklärt,
und um Menschenrechte bemüht, präsentiert,
dabei jedoch erneut Gefahr läuft,
MigrantInnen in ihrer vermeintlichen
Opferrolle festzuschreiben. In Anlehnung
an Michel Foucault wurden deshalb Fragen
eines Macht-Wissen-Komplexes, der manichäischen
Konstruktion von "Kulturunterschieden"
sowie der Einbettung dieses Wissens
über "die Anderen" in
gesellschaftliche Strukturen, wie Geschlechte-
und Klassenverhältnisse erörtert.
Spannend dabei war vor allem das gemeinsame
Ausverhandeln unterschiedlicher Erfahrungshintergründe
muslimischer und nicht muslimischer
Teilnehmerinnen, denn durch die Auseinandersetzung
mit den Lebensrealitäten der jeweiligen
"Anderen" konnte die eigenen
Fremdbildkonstruktionen ein Stück
weit aufgebrochen werden und festgestellt
werden, dass es weder "die Muslimin",
noch "die Österreicherin"
als Protoyp gibt.
· Teil 2: Handlungsstrategien
gegen rassistische Angriffe im Alltag
- in Anlehnung an die Methode des Theaters
der Unterdrückten
Im zweiten Teil des workshops ging es
um die praktische Aufarbeitung und Rekonstruktion
rassistischer Gewalterfahrungen in Form
von Rollenspielen. Die nachgestellten
Erlebnisse waren aus dem Alltag der
Projektmitarbeiterinnen gegriffen und
wurden in Anlehnung an die Methode des
"Theaters der Unterdrückten"
nachgestellt. Dem "Publikum"
wurde dabei die Möglichkeit gegeben,
in die Situation einzugreifen und im
vertrauten Rahmen, Strategien zur Lösung
rassistischer Gewalterfahrungen zu erarbeiten.
Da sich der workshop ausschließlich
aus Frauen zusammensetzte, bot dies
den Teilnehmerinnen die Möglichkeit,
recht rasch ein vertrauensvolles und
respektvolles Klima zu schaffen, in
dem sich jede frei entfalten konnte,
um dadurch auch die eigenen Grenzen,
Ressourcen und Kräfte zu entdecken.
Im Rahmen der anschließenden Diskussion
wurde von den Teilnehmerinnen betont,
dass durch die Schaffung eines "Frauenraumes"
ein emanzipativer Kontext erreicht wurde,
der dazu beitrug, von den Strategien
der anderen Teilnehmerinnen zu profitieren,
um dadurch eigene Handlungsanleitungen
für mehr Zivilcourage im Alltag
zu entwickeln.
Anzahl der Teilnehmerinnen: 40
Erreichte Ziele
- Perspektvübernahme anderer Rollen,
auch jene von rassistischen TäterInnen
und dadurch ein erweitertes Verständnis
und mehr Sensibilität für
die komplexen Dynamiken rassistischer
Gewalterfahrungen im Alltag.
- Dekonstruktion rassistischer Argumentationen,
Rassismus zu erkennen und auch zu benennen,
um dadurch auch in konkreten Situationen
über mehr Handlungsmacht zu verfügen
- Stärkung persönlicher Ressourcen
und Stärken durch die Erprobung
von Handlungsszenarien in einem geschützten
Rahmen.
- Durch das gemeinsames Tun und Handeln
in der Gruppe war auch ein Kennenlernen
zwischen muslimischen und nicht-muslimischen
Teilnehmerinnen möglich, in dem
es auch möglich wurde, kritische
Fragen kontroversiell zu erörtern.
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